Ob im Blog, einer anderen Unterseite oder direkt auf der Startseite im Slider: YouTube-Videos auf der eigenen Website einzubinden ist beliebt wie eh und je. Warum das Erklärvideo oder den Imagefilm auf dem eigenen – langsameren – Server hosten, wenn nicht auch YouTube hierfür herhalten kann? Außerdem kann man natürlich auch von der Reichweite dieser gigantischen Videoplattform profitieren und den ein oder anderen Neukunden auf das eigene Unternehmen oder das Produkt hinweisen. Aber für eine ordentliche Suchmaschinenoptimierung macht das hochladen von YouTube-Videos durchaus Sinn. Das soll heute aber nicht das Thema sein…

Das einbinden eines Videos ist in Sekundenschnelle getan. Video hochladen. Rechtsklick aufs Video, Embed-Code kopieren, an der geeigneten Stelle der Website einfügen, zack fertig – YouTube Video. WordPress macht die ganze Sache sogar noch entspannter – der eingefügte Link reicht hier völlig aus und das System übernimmt den Rest.

YouTube Videos DSGVO-konform einbinden: Warum?

Ähnlich wie bei der Verwendung von Google Fonts (Schriftarten von Google) wird beim Aufbau der Seite eine Verbindung zu Google hergestellt. Die aktuelle Rechtssprechung besagt, dass die Übermittlung einer IP-Adresse ohne ausdrückliches Einverständnis des Nutzers nicht legal ist. Eine Ip-Adresse gilt also als personenbezogenes Datum. Was wir davon halten, lassen wir hier mal außen vor. Auch werden beim Verbindungsaufbau zu den Google Servern Cookies gespeichert. Das darf so leider nicht…

YouTube mit erweitertem Datenschutz verwenden

Zügig nach Inkrafttreten der DSGVO am 25.05.2018 hat Google die Funktion zum aktivieren des erweiterten Datenschutzes eingeführt.

Hier kann der Embed Code so verändert werden, dass keine Cookies gesetzt werden. Optisch ändert sich erstmal nichts – nur, dass die Videos nicht mehr über youtube.com sondern über die Domain youtubenocookie.com geladen werden.

Hierzu klickt ihr in der Video-Ansicht auf Youtube einfach auf Share und anschließend auf Embed (da, rechts ist ein Bildchen :-)).

Nun öffnet sich das Video in einem Popup und auf der rechten Seite sieht man den Code. Im unteren Bereich einfach „Enable privacy-enhanced mode.“ aktivieren. Zack fertig – nun wie gewohnt wieder einfügen.

Ist das auch wirklich sicher?

Google sagt: klar. Aber kann man Google glauben? Wer weiß das schon… Wichtig zu wissen ist, dass sich viele Dinge, die mit Inkrafttreten der Datenschutzgrundverordnung einzuhalten sind, erst noch klären müssen. Ein gutes Beispiel hier ist wieder der Einsatz von Google Fonts. Auch hier war zum 25.05 nichts wirklich klar. Entschieden haben es im Nachhinein Abmahnfälle…

Wer wirklich auf Nummer sicher gehen will, der kann seine Website alternativ auch so erweitern lassen, dass die entsprechende Skripte, die mit den Google Servern schnacken bis zur eindeutigen Einverständniserklärung des Nutzers, blockieren. Das hat zur Folge, dass das Video zum Aufbau der Seite durch einen schicken „Datenschutzbutton“ verdeckt ist. Klappt in Beiträgen super – im Startslider, der im Idealfall automatisch abspielt, eher nicht.

Wer zu diesem Thema mehr erfahren will, ist mit Borlabs Cookie, einem WordPress PlugIn sehr gut versorgt. Was das kann, erklären wir aber mal lieber in Ruhe.

youtube-dsgvo Google vs. DSGVO: YouTube Videos DSGVO-konform in die Website einbinden
youtube-nocookie Google vs. DSGVO: YouTube Videos DSGVO-konform in die Website einbinden

Hinweis: Dieser Artikel stellt in keinster Weise eine Rechtsberatung dar! Bei Fragen und Problemen solltest du einen Anwalt deines Vertrauens kontaktieren.

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