Ein gutes Briefing ist der günstigste Teil deines Relaunchs. Es entscheidet, ob du vergleichbare Angebote bekommst und ob am Ende die Website herauskommt, die du wirklich brauchst.
Hier erfährst du, was ein Website-Briefing von Lasten- und Pflichtenheft unterscheidet, wie du Ziele formulierst, welche Daten zu deiner alten Website die Agentur braucht, wie du Funktionen priorisierst und was zu Budget und Zeitplan hineingehört. Am Ende wartet eine Vorlage in zehn Punkten.
01
Begriffe
Briefing, Lastenheft, Pflichtenheft: Was ist was?
Ein Website-Briefing ist die kompakte Aufgabenbeschreibung für deine Agentur: Warum der Relaunch, für wen, mit welchem Ziel und in welchem Rahmen. Es ist die Grundlage für Gespräch und Angebot.
Das Lastenheft ist die formale große Schwester. Nach DIN 69901-5 beschreibt es die vom Auftraggeber festgelegte Gesamtheit der Forderungen an Lieferungen und Leistungen. Die Antwort darauf ist das Pflichtenheft: Darin legt der Auftragnehmer fest, wie und womit er die Anforderungen umsetzt.
Für die meisten Relaunches im Mittelstand reicht ein gutes Briefing. Ein formales Lastenheft lohnt sich vor allem bei Ausschreibungen und großen Projekten mit vielen Schnittstellen.
| Briefing | Lastenheft | Pflichtenheft | |
|---|---|---|---|
| Wer schreibt? | Du | Du | Die Agentur |
| Frage | Was und warum? | Was genau, in welcher Qualität? | Wie und womit? |
| Umfang | Wenige Seiten | Ausführlich, formal | Ausführlich, technisch |
| Typisch für | Agenturanfrage | Ausschreibung | Umsetzung, Vertrag |
02
Ausgangslage und Ziele
Ziele statt Wunschliste
Der wichtigste Teil des Briefings sind nicht Farben oder Funktionen, sondern die Frage: Was soll nach dem Relaunch anders sein als heute? Mehr Anfragen, mehr Bewerbungen, weniger Pflegeaufwand, ein Auftritt, der zur Marke passt?
Schreib zwei bis drei Ziele auf, die du später messen kannst. Und beschreib deine Zielgruppen: Wer kommt auf deine Website, was will diese Person wissen und was soll sie am Ende tun?
Vage
„Wir wollen eine moderne, frische Website mit mehr Reichweite.“
Konkret
„Wir wollen mehr Anfragen von Hausverwaltungen für Wartungsverträge. Heute kommen rund zehn im Monat über die Website, Ziel sind zwanzig. Neue Referenzen wollen wir selbst einpflegen.“
Beispieltexte, frei erfunden.
Beschreib das Problem, nicht die Lösung.
Du weißt, was die Website erreichen soll. Wie das am besten gelingt, ist die Aufgabe deiner Agentur.
03
Ist-Zustand
Was du über deine alte Website mitgibst
Ein Relaunch hat etwas, das ein Neubau nicht hat: Besucher, Rankings und Links, die auf deine Seiten zeigen. Damit das beim Neustart nicht verloren geht, braucht die Agentur einen ehrlichen Blick auf den Ist-Zustand.
Schreib auch auf, was gut läuft und was nervt. „Das Kontaktformular bringt viel Spam“ oder „Unsere Jobseite findet niemand“ sind wertvolle Hinweise. Welche Daten wir vor jedem Relaunch sichern, steht in unserer Relaunch-Checkliste. Wenn du selbst nicht weißt, wo deine Website steht, hilft eine SEO-Analyse.
Das Bestands-Paket
04
Anforderungen
Funktionen nach Muss, Soll und Kann
Eine Liste mit 40 Wünschen hilft niemandem, solange nicht klar ist, was davon wirklich zählt. Teil deine Anforderungen deshalb in Muss, Soll und Kann. So siehst du beim Angebotsvergleich sofort, wer das Wesentliche abdeckt, und weißt, wo du sparen kannst, wenn das Budget eng wird.
Denk dabei auch an Anforderungen, die man nicht anklicken kann. Wer pflegt die Seite später? Muss sie barrierefrei sein? Brauchst du mehrere Sprachen? Wir setzen dafür meist auf WordPress, mehr bei unserer WordPress-Agentur. Was das BFSG verlangt, erklären wir bei Barrierefreiheit.
- Wer pflegt Inhalte, und wie oft?
- Barrierefreiheit nach BFSG nötig?
- Welche Sprachen?
- Welche Systeme müssen angebunden werden?
- Welche Tools brauchen eine Einwilligung?
- Wer kümmert sich nach dem Launch um Updates?
Ohne geht es nicht
Zum Beispiel: Kontaktformular mit Anbindung ans CRM, Inhalte selbst pflegen, mobil schnell.
Wichtig, aber verhandelbar
Zum Beispiel: Jobbörse mit Bewerbungsformular, Referenzen mit Filter, Newsletter-Anmeldung.
Schön, wenn es passt
Zum Beispiel: Englische Version, Kundenbereich, Terminbuchung.
Beispiele, frei erfunden. Deine Liste sieht anders aus.
05
Zum Abhaken
Die Briefing-Vorlage in zehn Punkten
Ein gutes Briefing muss nicht lang sein, aber vollständig. Zu jedem Punkt reichen oft ein paar Sätze oder Stichpunkte. Was du noch nicht weißt, schreib als offene Frage hinein. Auch das ist eine wertvolle Information für die Agentur.
06
Budget und Ablauf
Vom Briefing zum Angebot
Nenn einen Budgetrahmen. Ohne ihn raten Agenturen, und du bekommst Angebote zwischen Baukasten und Großprojekt, die sich nicht vergleichen lassen. Mit Rahmen kann dir jede Agentur sagen, was darin möglich ist. Ein Relaunch kostet bei uns ab 3.500 Euro netto, was den Preis beeinflusst, steht in Was kostet eine Website?
Genauso wichtig: ein realistischer Zeitplan und eine Person, die entscheidet. Die meisten Verzögerungen entstehen nicht in der Programmierung, sondern weil Texte, Bilder oder Freigaben fehlen.
-
Briefing schicken
Ziele, Bestand, Anforderungen und Rahmen auf wenigen Seiten.
-
Rückfragen klären
Im Gespräch werden Lücken und Widersprüche sichtbar, bevor sie Geld kosten.
-
Angebot vergleichen
Prüf jedes Angebot gegen deine Muss-Liste, nicht nur gegen den Preis.
-
Konzept festhalten
Struktur, Inhalte, Funktionen und Weiterleitungsplan werden verbindlich.
Typischer Weg vom Briefing zum Projektstart, vereinfacht dargestellt.
Ein Briefing, das sich auszahlt
Wer klar sagt, was die neue Website leisten soll, bekommt vergleichbare Angebote, weniger Nachträge und eine Website, die zu den eigenen Zielen passt.
Wie wir aus einem Briefing einen Relaunch machen, zeigen wir bei Website-Relaunch.
Ziele
Messbar und mit Zielgruppe.
Bestand
Zahlen, Zugänge, Erfahrungen.
Funktionen
Muss, Soll, Kann.
Rahmen
Budget, Zeitplan, Ansprechperson.
Gespräch
Rückfragen klären, dann Angebot.
Gut zu wissen
FAQ zum Website-Briefing
Kurze Antworten für alle, die einen Relaunch planen und eine Agentur briefen wollen.
Was ist ein Website-Briefing?
Ein Website-Briefing ist eine kompakte Aufgabenbeschreibung für die Agentur. Es erklärt, warum die Website neu gemacht wird, für wen, mit welchen Zielen und in welchem Rahmen aus Budget und Zeit. Es ist die Grundlage für Gespräch und Angebot.
Was gehört in ein Briefing für den Website-Relaunch?
Unternehmen und Angebot, Anlass und Ziele, Zielgruppen, Ist-Zustand mit Zahlen und Zugängen, Inhalte, Funktionen nach Muss, Soll und Kann, Marke und Design-Vorgaben, Technik und Schnittstellen, Budgetrahmen sowie Zeitplan und Ansprechperson.
Was ist der Unterschied zwischen Briefing, Lastenheft und Pflichtenheft?
Briefing und Lastenheft schreibst du als Auftraggeber: Sie beschreiben, was du brauchst und warum. Das Lastenheft ist dabei ausführlicher und formaler. Das Pflichtenheft schreibt der Auftragnehmer: Es beschreibt, wie und womit die Anforderungen umgesetzt werden.
Muss ich im Briefing ein Budget nennen?
Du musst nicht, solltest aber. Ohne Budgetrahmen raten Agenturen, und die Angebote lassen sich kaum vergleichen. Mit Rahmen kann jede Agentur sagen, was darin möglich ist und wo sie Schwerpunkte setzen würde.
Wie lang sollte ein Website-Briefing sein?
So kurz wie möglich, so vollständig wie nötig. Für die meisten Relaunches reichen wenige Seiten mit Stichpunkten. Was du noch nicht weißt, schreibst du als offene Frage hinein.
Quellenverzeichnis anzeigen
Wikipedia: Lastenheft (mit Definition nach DIN 69901-5) Abrufdatum: 14.10.2026
Wikipedia: Pflichtenheft Abrufdatum: 14.10.2026
Projektmagazin: Lastenheft – Definition, Inhalte, Gliederung Abrufdatum: 14.10.2026
Lehrerfortbildung Baden-Württemberg: Lastenheft und Pflichtenheft (Muss-, Soll- und Kann-Forderungen) Abrufdatum: 14.10.2026
Website-Relaunch mit Jung&Billig
Briefing fertig? Schick es uns.
Wir klären deine Rückfragen im Gespräch und machen dir danach ein festes Angebot. Noch kein Briefing? Dann starte mit unserem kostenlosen Relaunch-Check: Domain schicken, kurze Einschätzung per Mail bekommen. Persönlich, aus Bremen.
- Konzept, Design, Texte, Entwicklung und SEO aus einer Hand
- Eine feste Ansprechperson statt Ticket-System
- Weiterleitungsplan und Ranking-Kontrolle inklusive
- Kostenloser Relaunch-Check
