WordPress & Sicherheit
WordPress ist wie ein Auto: läuft super, solange sich jemand drum kümmert. Updates, Backups, Sicherheitschecks, ab und zu ein Blick unter die Haube. Hier liest du, was zur WordPress-Wartung gehört, was sie kostet und wann sich ein Wartungsvertrag lohnt. Inklusive Checkliste zum Abhaken.
Inhalt
Grundlagen
Was gehört zur WordPress-Wartung?
WordPress-Wartung ist alles, was deine Website sicher, schnell und funktionsfähig hält, nachdem sie live gegangen ist. Denn eine Website ist kein Flyer, den man einmal druckt und dann vergisst. WordPress, Themes und Plugins bekommen laufend Updates, der Server wird modernisiert, Sicherheitslücken tauchen auf und werden geschlossen.
Grob lässt sich Wartung in zwei Bereiche teilen: technische Wartung (Updates, Backups, Sicherheit, Performance) und redaktionelle Pflege (neue Inhalte, Bilder, Öffnungszeiten, Aktionen). Um die Technik geht es in diesem Artikel vor allem, denn die merkt man erst, wenn sie fehlt.
- Updates für WordPress, Themes und Plugins
- Backups von Datenbank und Dateien, extern gespeichert
- Sicherheit: Scans, Firewall, Rechte, Zugänge
- Monitoring: Ist die Seite erreichbar? Laufen die Formulare?
- Performance: Ladezeit, Datenbank, Bilder
- Server: aktuelle PHP-Version, SSL, Hosting
Zahlen
Warum Wartung kein Nice-to-have ist
WordPress läuft auf über 40 % aller Websites weltweit. Das macht es beliebt, auch bei Angreifern. Die Sicherheitsfirma Patchstack hat für 2025 11.334 neue Schwachstellen im WordPress-Ökosystem gezählt, 42 % mehr als im Jahr davor. 91 % davon steckten in Plugins, der WordPress-Kern selbst war kaum betroffen.
Das eigentliche Problem ist das Tempo: Bei stark ausgenutzten Lücken vergehen im Mittel nur fünf Stunden, bis massenhaft angegriffen wird. Und für 46 % der Lücken gab es bei Veröffentlichung noch gar keinen Patch. Darum empfehlen wir, Plugins mindestens einmal im Monat zu aktualisieren und kritische Sicherheitsupdates sofort einzuspielen. Wer nur „ab und zu mal“ updatet, ist oft zu spät dran.
Zum Abhaken
Die WordPress-Wartungs-Checkliste
Nicht alles muss täglich passieren. Unsere Empfehlung: Plugins, Themes und WordPress mindestens einmal im Monat aktualisieren, kritische Sicherheitsupdates sofort. Diese Rhythmen haben sich bei uns bewährt. Für kleine Seiten reicht manchmal weniger, für Online-Shops darf es gern mehr sein.
Wöchentlich
- Backups prüfen: Laufen sie, und liegen sie außerhalb des Servers?
- Sicherheits-Scan auswerten
- Erreichbarkeits-Monitoring checken
Monatlich
- Updates von Plugins, Themes und WordPress einspielen – vorher Backup
- Kontaktformulare und Kaufprozess testen
- Ladezeit messen
- Fehler in der Google Search Console prüfen
- Kaputte Links finden
- Ungenutzte Plugins und Themes löschen
Vierteljährlich
- Backup wirklich einmal wiederherstellen (Testlauf)
- Benutzerkonten und Rechte aufräumen
- Lizenzen von Premium-Plugins prüfen
- Datenbank aufräumen
- Cookie-Banner und Rechtstexte checken
Jährlich
- PHP-Version prüfen und aktualisieren
- Hosting-Tarif und Serverleistung hinterfragen
- Domain- und SSL-Laufzeiten prüfen
- Plugin-Inventur: Was brauchen wir noch?
- Barrierefreiheit und Datenschutz neu bewerten
Fristen
PHP-Fristen im Blick behalten
PHP ist die Programmiersprache, auf der WordPress läuft. Jede Version bekommt nur eine begrenzte Zeit Sicherheitsupdates. Laut php.net gilt aktuell:
- PHP 8.1 und älter: keine Sicherheitsupdates mehr
- PHP 8.2: Sicherheitsupdates bis 31. Dezember 2026
- PHP 8.3: bis 31. Dezember 2027
- PHP 8.4: bis 31. Dezember 2028
Läuft deine Seite noch auf PHP 8.2 oder älter, solltest du den Umstieg jetzt planen. Vorher testen, ob Theme und Plugins mitspielen. Wenn nicht, ist das oft der Moment, über einen Relaunch nachzudenken.
Preise
Was kostet WordPress-Wartung?
Die ehrliche Antwort: Es kommt drauf an. Auf die Größe der Seite, die Zahl der Plugins, ob ein Shop dranhängt und wie schnell im Notfall jemand reagieren soll. Damit du trotzdem eine Hausnummer hast, hier die üblichen Spannen am Markt. Zum Vergleich: Unser kleinstes WordPress-Wartungspaket startet bei 50 € im Monat und enthält unter anderem eine monatliche Sicherung und die Updates.
Was in keiner Tabelle steht: was ein Ausfall kostet. Ein gehackter Shop, ein kaputtes Kontaktformular, das wochenlang niemand bemerkt, oder ein Google-Warnhinweis „Diese Website wurde möglicherweise gehackt“. Gegen solche Folgekosten ist Wartung meistens die günstigere Rechnung. Mehr zu den Gesamtkosten einer Website liest du in „Was kostet eine Website?“.
| Variante | Typischer Umfang | Richtwert |
|---|---|---|
| Selbst machen | Updates, Backups, Checks in Eigenregie | einige Stunden pro Monat |
| Basis-Paket | Updates, Backups, Monitoring, Sicherheit | ca. 30–100 € / Monat |
| Paket mit Zeitkontingent | wie Basis plus Stunden für Änderungen und Support | ca. 100–300 € / Monat |
| Online-Shop / große Website | engmaschiges Monitoring, schnelle Reaktionszeiten, Tests | ab ca. 300 € / Monat |
Richtwerte zur Orientierung, Stand Oktober 2026; je nach Anbieter und Umfang auch deutlich darüber oder darunter.
Entscheidungshilfe
Selbst machen oder Wartungsvertrag?
Selbst machen passt, wenn …
- du technisch fit bist und weißt, was ein Staging-System ist
- deine Seite klein ist und wenige Plugins nutzt
- du dir feste Termine dafür blockst – und sie auch einhältst
- ein paar Stunden Ausfall verkraftbar sind
Ein Vertrag lohnt sich, wenn …
- über deine Website Anfragen, Bewerbungen oder Umsatz reinkommen
- ein Online-Shop dranhängt
- niemand im Team Zeit oder Lust auf Technik hat
- du im Notfall eine feste Ansprechperson willst statt Support-Tickets
Vertrag
Das gehört in einen guten Wartungsvertrag
Wartungsvertrag ist nicht gleich Wartungsvertrag. Bevor du unterschreibst, sollte klar sein, was genau du bekommst. Diese Punkte gehören rein. Mehr zum Thema findest du in unserem Beitrag Wofür brauche ich einen Wartungsvertrag?.
- Leistungen und Rhythmus: Was wird wie oft gemacht?
- Backup-Konzept: Wo liegen die Sicherungen, wie lange, und wird die Wiederherstellung getestet?
- Reaktionszeiten: Wie schnell hilft dir jemand, wenn die Seite down ist?
- Zeitkontingent: Wie viele Stunden sind drin, und was passiert mit Restzeit?
- Verantwortung: Wer behebt Fehler nach einem Update, und auf wessen Kosten?
- Reporting: Bekommst du regelmäßig einen Bericht?
- Laufzeit und Kündigung
- Zugänge und Dokumentation: Gehören dir alle Zugangsdaten?
Ausreden
Drei Ausreden, die wir oft hören
„Es gibt doch automatische Updates.“
Stimmt, und für kleine Sicherheitsupdates sind sie super. Aber automatische Updates testen nichts: Wenn nach einem Plugin-Update das Kontaktformular streikt, merkt das niemand. Automatik ersetzt keinen Blick drauf.
„Darum kümmert sich mein Hoster.“
Hoster sichern den Server, nicht deine Plugins. In einem Test von Patchstack haben klassische Hosting-Schutzmaßnahmen nur 12 bis 26 % der Angriffe auf WordPress-Lücken abgefangen.
„Meine Seite ist zu klein für Hacker.“
Angriffe laufen automatisiert. Bots scannen massenhaft Websites nach bekannten Lücken, egal ob Konzern oder Kiosk. Interessant ist nicht deine Firma, sondern dein veraltetes Plugin.
Fazit
Lieber warten als reparieren
WordPress-Wartung ist wie Zähneputzen: Nervt kurz, erspart dir aber den großen Termin beim Zahnarzt. Wer regelmäßig updatet, sichert und kontrolliert, hat eine schnelle, sichere Website und deutlich weniger Stress.
Du willst dich lieber um dein Tagesgeschäft kümmern? Bei unserer WordPress-Betreuung übernehmen wir die technische Wartung für dich. Los geht es ab 50 € im Monat mit monatlicher Sicherung und Updates, auf Wunsch auch mit einem monatlichen Zeitkontingent für Änderungen. Hier direkt anfragen. Und wenn es gerade brennt: Unser schneller WordPress-Service hilft auch ohne Vertrag.
Gut zu wissen
FAQ zur WordPress-Wartung
Die wichtigsten Fragen rund um Updates, Backups und Kosten auf einen Blick.
Was gehört zur WordPress-Wartung?
Updates für WordPress, Themes und Plugins, regelmäßige Backups, Sicherheits-Scans, Monitoring der Erreichbarkeit, Performance-Checks und eine aktuelle PHP-Version auf dem Server.
Wie oft sollte man WordPress updaten?
Wir empfehlen, Plugins, Themes und WordPress mindestens einmal im Monat zu aktualisieren. Kritische Sicherheitsupdates solltest du sofort einspielen. Vorher ein Backup machen und größere Updates idealerweise auf einer Testumgebung prüfen.
Was kostet WordPress-Wartung?
Basis-Pakete mit Updates, Backups und Monitoring liegen meist bei etwa 30 bis 100 Euro im Monat, Pakete mit Zeitkontingent bei etwa 100 bis 300 Euro, Online-Shops darüber. Bei Jung&Billig startet die kleinste Wartung bei 50 Euro im Monat.
Reichen automatische Updates aus?
Nein. Automatische Updates schließen Lücken schnell, prüfen aber nicht, ob danach noch alles funktioniert. Backups, Tests und Monitoring brauchst du trotzdem.
Welche PHP-Version braucht WordPress?
Nutze eine PHP-Version, die noch Sicherheitsupdates bekommt. PHP 8.2 wird bis Ende 2026 versorgt, PHP 8.3 bis Ende 2027 und PHP 8.4 bis Ende 2028.
Quellenverzeichnis anzeigen
Patchstack: State of WordPress Security in 2026 Abrufdatum: 10. Oktober 2026
php.net: Supported Versions Abrufdatum: 10. Oktober 2026
Barn2: WordPress market share (W3Techs-Daten), April 2026 Abrufdatum: 10. Oktober 2026
WPBeginner: WordPress Maintenance Costs, Dezember 2025 Abrufdatum: 10. Oktober 2026
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- Auf Wunsch mit monatlichem Zeitkontingent für Änderungen
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